Beeinträchtigungen des Knochenstoffwechsels

Den Zeichen der Zeit bewusst entgegentreten

Ein schwerwiegender Risikofaktor für die Entstehung der Osteoporose ist fortgeschrittenes Alter, da in der zweiten Lebenshälfte der Knochenabbau überwiegt. Selbst ein normaler Knochenschwund kann dazu führen, dass die Knochenmasse eines 50-Jährigen nur noch die Hälfte bis zwei Drittel der ursprünglichen Spitzenknochenmasse ausmacht.

Ältere Menschen bewegen sich manchmal weniger an der frischen Luft, insbesondere wenn sie nicht gut gehen können. Ihre Muskeln werden dann nicht mehr so stark beansprucht. Der Knochenaufbau-Reiz ist demnach nur noch klein. Außerdem können sich die Ernährungsgewohnheiten im Alter geändert haben. Milch, Mineralwasser, Fisch und rohes, vitaminreiches Gemüse werden zum Teil nicht mehr so gut vertragen. Ältere Menschen können aus der Nahrung zudem nur noch sehr viel weniger Calcium und Vitamin D3 aufnehmen als jüngere.

Beginn der Menopause

Frauen sind die Hauptrisikogruppe für Osteoporose. Zum einen geht der Knochenabbau im weiblichen Organismus schneller voran, zum anderen werden in den Wechseljahren immer weniger weibliche Geschlechtshormone gebildet. Gerade diese Hormone haben aber bis dahin als starker Knochenschutz gewirkt. Weil der Schutz nun wegfällt, kann die Frau innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre nach Einsetzen der Wechseljahre mehr als ein Sechstel ihrer Knochenmasse verlieren. Man spricht daher auch von einer „postmenopausalen Osteoporose“. Frauen, die eine strenge Diät einhalten oder von Essstörungen geplagt sind, beziehungsweise bei denen Resorptionsstörungen im Verdauungstrakt festgestellt wurden, sind hier besonders gefährdet, da sie von Anfang an weniger Knochenmasse aufgebaut haben.

Erhöhtes Osteoporose-Risiko durch Erkrankungen

Verschiedene Erkrankungen begünstigen die Entstehung der Osteoporose. Dazu gehören viele chronisch entzündliche Erkrankungen. Die für Asthmatiker oder Rheumatiker oft unbedingt notwendige längerfristige Einnahme von Kortisonpräparaten kann Osteoporose verursachen und bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Erkrankungen von Magen, Darm und Leber, aber auch chronische Entzündungen begünstigen ebenfalls eine Osteoporose. Zudem gibt es eine erbliche Veranlagung für die Osteoporose.

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